| Auf den Spuren Darwins |
"Licht wird auch fallen auf die Geschichte des Menschen"
Nur diesen einen Satz schrieb Charles Darwin zu einem der spannendsten Themen der Evolutionsbiologie in seinem Hauptwerk (Die Entstehung der Arten), das als streng naturwissenschaftliche Erklärung für die Diversität des Lebens die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie bildet und einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der modernen Biologie darstellt. Die HMS Beagle, das Schiff mit dem Darwin 1831 zu einer fünfjährigen Forschungsreise in See stach, erwartete uns als Nachbildung im Stuttgarter Museum Schloss Rosenstein, als wir uns dort am 15. Dezember 2009 zu einer Führung versammelten. Am 1. Oktober 2009 wurde in diesem Museum eine Sonderausstellung anlässlich des 150. Jahrestages der Veröffentlichung von Darwins Hauptwerk eröffnet. Und davon konnte auch unser vierstündiger Biologiekurs der Jahrgangsstufe 2 profitieren. Unsere Führerin rekapitulierte mit uns die Stammesgeschichte der Lebewesen, die wir im Unterricht bereits überblickshaft kennengelernt hatten. An den bekannten Exponaten von Quastenflossern, Urvögeln und Elefanten wurden uns Zeugnisse und Mechanismen der Evolution noch einmal vor Augen geführt.
Dann aber hatte es uns "Lucy" angetan. Eine grazile Dame von nur ungefähr 1,05m Körpergröße erregte unsere Aufmerksamkeit. Ihr ca. 3,2 Millionen Jahre altes Skelett gehört zu den besterhaltenen unserer frühen Ahnenreihe. Interessant war aber vor allem, welche Rückschlüsse die Forscher aus diesen Knochen noch heute ziehen können. Lucy, ein Individuum der Gattung "Australopithecus", war demnach schon ein veritabler Zweibeiner.
Während sie aber bewundert in ihrer Vitrine stand, fiel nun auch ein wenig Glanz auf unsere Kursteilnehmerin gleichen Namens. Ein informativer Einblick in die Lebenswelt und die Lebensumstände Ostafrikas vor zwei bis drei Millionen Jahren bildete den Abschluss dieses interessanten Lerngangs.
Roland Hübner |




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