| Galeriebesuch der Klasse 10a |
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CW Loth und Gabriele Vallentin Am 1. März 2010 besuchte die Klasse 10a mit ihrer Kunst- und Deutschlehrerin Frau Striegel den Galerieverein in Leonberg. Gabriele Vallentins Werke sind der abstrakten Kunst zuzuordnen. Sie strahlen durch die ausgeglichene Farbgewichtung und durch fließende Farbübergänge eine große Harmonie aus. Vallentin lässt sich von ihren vielen außergewöhnlichen Reisen in die verschiedensten Länder der Welt inspirieren, denn sie nimmt ihre dort gewonnenen Eindrücke als Vorlage ihrer nichtgegenständlichen Bilder. Aus jeder ihrer Reisen entspringt eine Werksserie, so auch die vierteilige „Nari“-Serie, die nach ihrer Indienreise entstanden ist. „Nari“ kommt aus dem Indischen und steht für „Frau“ oder „Weibliches“. Die schwerstarbeitenden Inderinnen stellt sie durch geometrische Formen, ohne harte farbliche Grenzen dar, die Farbflächen sind weich konturiert. Die Farben scheinen ausgewogen und gehen fließend ineinander über. So wird eine angenehme Stimmung beim Betrachter erzeugt. Vallentin bemalt die großformatigen Leinwände mit verdünnter Ölfarbe, die sie in mehreren Schichten lasierend übereinanderlegt, sodass scheinbar atmende Farbkörper und Farbräume entstehen. Die Künstlerin stellt so die Farbe als ästhetische Erfahrung ins Zentrum ihres malerischen Werks. CW (Carl Wilhelm) Loth stellt seit 1990 Skulpturen aus verschiedenen Holzarten wie Ahorn oder Esche her. Er arbeitet nach der Idee, etwas gewachsenes Ganzes nicht zu teilen, aber es trotzdem in Bewegung zu versetzen. Dies gelingt ihm, indem er ein kompaktes Holzstück aufspaltet, die verschiedenen Teile jedoch nicht voneinander trennt, sondern mit Gelenken verbindet. Dabei stückt er nichts nachträglich an, er arbeitet die Figur ausschließlich aus einem Block heraus. Durch die mit Achsen und Schiebeelemente verbundenen Elemente, die somit beweglich sind, ist eine variable Anordnung der Skulptur möglich. Das kompakte Holzstück wird also aufgelöst und verwandelt sich durch Loths Arbeit in eine raumgreifende, wandelbare Skulptur. Die unterschiedlichen Elemente können jederzeit wieder in den alten Zustand des kompakten Holzblocks zurückgeschoben werden. Loth konzentriert sich auf den „Raum im Holz“. Um seine Arbeiten anzufertigen, benötigt Loth eine Kettensäge. Zudem setzt diese Art zu arbeiten eine extrem genaue Planung voraus, da die Schnitte auf Anhieb an die richtige Stelle gesetzt werden müssen. Manche seiner Werke veredelt Loth zusätzlich mit einer Farbe. Für die Herstellung und Lagerung seiner Werke benötigt der Bildhauer viel Platz.
Die Arbeiten der Malerin und des Bildhauers waren nach Farben und Formen, die gut zusammen harmonieren, angeordnet. Beide Künstler kennen sich schon seit längerem und wollten gerne einmal die Kombination ihrer Werke testen. Wir finden, dass ihnen das gut gelungen ist, denn das Zusammenspiel beider Werke aus verschiedenen Kunstrichtungen war sehr interessant, weil sie bei uns eine außergewöhnliche Wirkung erzeugten. Die Führung blieb vom Anfang bis zum Ende spannend.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei Frau Ossowski für ihre ansprechend gestaltete Führung bedanken.
Lena Bürklen und Anna Klusch (Klasse 10a) |

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