Veranstaltungen Rückblick Veranstaltungen 2009/2010 Exkursion Neigungskurs Geschichte J2
Exkursion Neigungskurs Geschichte J2


Warum muss man Geschichtsunterricht überhaupt außerhalb des Klassenzimmers abhalten? Wenn man ganz weit ausholen möchte, kann man hierzu den Fachdidaktiker Hans-Jürgen Pandel zitieren, der auf die Bedeutung des griechischen Verbs „historein“ (erkunden) hingewiesen hat: „in die Welt hinausgehen und Kunde sammeln von dem, was einmal war“. So machten sich also per Bahn zur Erkundung auf: 13 Schülerinnen und Schüler aus ASG und JKG mit ihren Lehrern Herr Weiß und Herr Roller sowie dessen Frau und zwei Nachwuchshistorikerinnen im Alter von 30 bzw. 5 Monaten.
Nach unserer Ankunft am Freitagmittag besichtigten wir die KZ-Gedenkstätte Dachau, wo wir von den sehr gut präparierten Schülerinnen Pia Haydn und Laura Kuthan (beide JKG) kompetent geführt wurden. Ebenso wichtig wie die reine Information über die Geschichte des Lagers Dachau, des Lagersystems im Allgemeinen, die Zusammensetzung der Häftlinge und das Leben im Lager waren hierbei die sinnlichen Eindrücke: durch das Eingangstor mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ zu gehen und das ganze räumliche Ausmaß des Lagerkomplexes vor sich zu sehen, oder einen Ochsenziemer anfassen zu können, mit dem die Häftlinge geprügelt wurden. Dazu kam eine eisige Kälte, die uns zwar nicht annähernd eine Vorstellung vom Leiden der Häftlinge vermitteln konnte, die solche Temperaturen unterernährt, krank, physisch und psychisch misshandelt und zu leicht bekleidet ertragen mussten, die uns den Aufenthalt aber dennoch als bedrückend empfinden ließ.
Am Samstag bekamen wir eine Stadtführung mit dem Thema: „Nationalsozialismus und Widerstand“ geboten, die in vielfältiger Weise aufschlussreich war und zudem weitere wichtige Bereiche des Bildungsplans vertiefte, die zuvor im Unterricht behandelt worden waren, weswegen die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eingebrachten Vorwissen glänzen konnten.

 

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