Highlights Triangel-Eröffnung 2009
Triangel-Eröffnung 2009

Im Neubau lebt der Geist der Triangel weiter

 

Herr Schuler Bläsergruppe

Herr Zander Die Planerinnen der Triangel
Die Vertreter der drei Schulen Schülersprecher

Frau Pöll Herr Schuler wird Kochvater
Am Buffet Trinkbrunnen
Schlüsselübergabe Baustelle am Eröffnungstag


Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 24.09.2009

Von Arnold Einholz

Leonberg Nach nur zehn Monaten Bauzeit ist im Schulzentrum die neue Mensa fertiggestellt worden. Der Triangel-Verein will hier täglich zwischen 150 und 250 Essen ausgeben. Ehrenamtliche Kocheltern werden sie frisch zubereiten.

Eine Schrecksekunde herrschte im Auditorium auf der Eröffnungsfeier der neuen Triangel-Mensa, als Christiane Schwellinger ihre Rede mit den Worten begann: "Heute ist ein schlechter Tag. . .". Die geschäftsführende Schulleiterin von Leonberg kostete kurz den Augenblick aus, um zu ergänzen ". . . für Hamburger, Döner und Cola." Auch deren hartnäckigste Fans werde in Kürze das Angebot der Triangel überzeugen, meinte die Leiterin der Gerhart-Hauptmann-Realschule.

Am gestrigen landesweiten Tag der Schulverpflegung ist die neue Triangel-Mensa im Schulzentrum Stadtmitte eingeweiht worden. Die knapp 1800 Schüler am Albert-Schweitzer- und Johannes-Kepler-Gymnasium sowie an der Gerhart-Hauptmann-Realschule haben jetzt die Möglichkeit, in einem modernen, angenehmen Umfeld mit ihren Klassenkameraden ein gesundes Mittagessen einzunehmen. An vier Tagen in der Woche werden hier die ehrenamtlichen Kochmütter und Kochväter des Vereins Triangel ein ausgewogenes, hochwertiges Essen für die Schüler kochen. Dafür pachtet der gemeinnützige Verein die Mensa und übernimmt hier als selbstständiger Unternehmer die Verpflegung der Schüler. Durch den Status als gemeinnütziger Verein kann er sieben und nicht 19 Prozent Mehrwertsteuer berechnen, wie nach einer jüngsten Gesetzgebung befürchtet wurde. Denn dies hätte das Essen, für das drei Euro verlangt werden, verteuert und einen erheblichen Verwaltungsaufwand nach sich gezogen.

Von den Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro entfallen etwa 2,75 Millionen Euro auf das eigentliche Mensagebäude, rund 750 000 Euro kosten die Arbeiten im Umfeld der Mensa. Dieses Geld habe die Stadt auch in finanziell schwierigen Zeiten gern ausgegeben, meinte der Leonberger Oberbürgermeister Bernhard Schuler in seiner Eröffnungsrede. "Es ist ein kleines Wunder in der heutigen Wirtschaftskrise", sagte der Rathauschef, der hofft, das der Triangel-Geist - ein beispielhaftes langjähriges ehrenamtliches Engagement - damit in die Zukunft getragen werde.

Oliver Zander, der Vorsitzende des Vereins Triangel, stellte neben dem Vereinsvorstand auch Selma Poell vor. Sie hat als einzige hauptamtliche Kraft ihre Arbeit als Hauswirtschaftsleiterin begonnen. Sie koordiniert künftig, wer wann was kocht. Sie wird bei der Einteilung der Gruppen behilflich sein und darauf achten, dass die Hygieneregeln für den Betrieb eingehalten werden. Sie wird sich ebenso darum kümmern, dass die Schüler eine ausgewogene und gesunde Kost erhalten. Von Montag bis Donnerstag werden die Kochteams, die jeweils sechs Personen umfassen, ein frisches Essen zubereiten. Zander kann auf etwa 130 Mitglieder zurückgreifen, hofft aber, ihre Zahl auf 250 erhöhen zu können.

Dieses ehrenamtliche Wirken sei ein wertvolles erzieherisches Vorbild, lobte GHR-Schulleiterin Christiane Schwellinger. Die Mensa werde aber nicht nur für die Verpflegung der Schüler da sein, sondern hier werde auch Kultur und Begegnung stattfinden - ein hervorragendes Ambiente für viele kreative Ideen.

Im Namen der Schüler bedankten sich beim Gemeinderat, der Stadtverwaltung und dem Triangel Verein die Schulsprecher Kim Lea Hartmann (JKG), Marvin Schieber (GHR) sowie Meike Feile (ASG).




Baustelle Bauphase 1
Bauphase 2 Bauphase 3

 

Die Triangel ist eine Leonberger Erfolgsgeschichte

Architektenwettbewerb

Im Dezember 2007 beschloss der Leonberger Gemeinderat, für den Neubau der Schulmensa einen Wettbewerb unter Architekten auszuschreiben. Am 29. Januar 2008 wählte das Gremium dann vier Architektenbüros aus und legte Beurteilungskriterien fest. Am 15. April des selben Jahres bedachte der Gemeinderat den Entwurf von Architekt Guido Dongus mit dem ersten Preis.

Baubeginn

Am 27. Oktober begannen die Abbrucharbeiten an der alten Triangel. Während der Herbstferien konnten die geräuschintensiven Abbrucharbeiten abgeschlossen werden. Während der Abiturprüfungen im Frühjahr wurden die Arbeiten teilweise eingestellt.

Neue Parkplätze für die Lehrer entstanden auf dem Grundstück gegenüber.

Bauende

Am 23. September, dem landesweiten Tag der Schulverpflegung, ist die Triangel-Mensa feierlich eröffnet worden. Der Kochbetrieb beginnt voraussichtlich Anfang Oktober. Bis dahin müssen die Kochgruppen aufgestellt und alle mit der Küchentechnik vertraut gemacht werden.

Viel Platz

Der Triangelverein rechnet zunächst damit, etwa 150 bis 250 Essen am Tag auszugeben. Das Raumangebot würde es sogar ermöglichen, bis zu 500 Essen in zwei Schichten anzubieten. Im Speisesaal ist Platz für etwa 200 Schüler. Wird die Trennwand zum Multifunktionsraum geöffnet, können weitere 50 Schüler untergebracht werden.

 

Weitere Informationen über die Triangel.

 

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